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Dienstag, 26. September 2017
Berlin-Marathon 2008 von Rita Rückwarth Drucken
Sonntag, 12. Oktober 2008

Geschafft !!! Ich habe die Medaille !!! 

Mein erster Marathon - ein Höhepunkt in meinem Leben! Dass ich es wirklich in meinem Alter von 68 Jahren schaffen werde, habe ich mir zwar gewünscht, aber die Zweifel waren da, denn es ist doch wirklich eine lange Strecke (zudem ich erst mit ca. 60 Jahren überhaupt  angefangen bin ein wenig zu Joggen).

 

Die Aufregung vor dem Start ist schon da - eine Woche vorher fängt es an und dann wird es immer mehr. Und dann erst im Startblock: Läufer so weit das Auge reicht (über 40.000 !!)

Aber dann laufen wir über die „Straße des 17. Juni“ und „andächtig“ an der Siegessäule vorbei – da ist die Gänsehaut. Man muss sich das mal richtig vorstellen: eine sechsspurige Straße voller Läufer – einfach irre!!!

 

Zuschauer in Mengen, überall am Straßenrand wird Musik gespielt, reichlich Plakate sind zu lesen, wie zum Beispiel „Du schaffst es“ oder „Jetzt aufhören wäre blöd“, und noch viele mehr! Nach ca. 15 Km kommt plötzlich auch ein Plakat auf mich zu „Gütersloh grüßt Rita – Deine Familie“. Ich dachte erst, ich seh’ nicht richtig oder bin gar nicht in Berlin, denn meine Tochter steht dort an der Strecke – sie hat mich damit überrascht und ich habe mich riesig darüber gefreut. Da war mir natürlich klar, dass ich auf jeden Fall durchs Ziel laufen werde, egal wie!

Die Verpflegung unterwegs ist super – reichlich zu Essen und Trinken! Auch Sprühanlagen für die überhitzten Läufer sind vorhanden.

 

Begleitet werde ich eine Weile von Pumuckel mit barfuß oder von einem großen Bär und auch von einer riesigen Drahtkugel mit einem Läufer darin und noch vielen weiteren witzigen Verkleidungen.

Auf der Straße sind in bestimmten Abständen grüne Pfeile, auf denen steht: „Noch 38 Km und du kommst in die Zeitung“ – dann 500 Meter vor dem Ziel: „Du kommst in die Zeitung“. Und so ist es dann auch. Am Montag sind alle (!!) Laufergebnisse in der Tageszeitung aufgelistet.

 

Auf den letzten 7 Km werden meine Beine schwer, aber mit dem Wechsel Laufen und Gehen komme ich ganz gut vorwärts. Außerdem bin ich über die Menge der Läufer um mich herum sehr erstaunt.

 

Endlich biege ich auf die Straße „Unter den Linden“ ein und muss dann doch erst mal zu diesen vielen Prachtbauten hinschauen. Dann sehe ich schon von Weitem das „Brandenburger Tor“ und die vielen Menschen am Straßenrand -  ich kann plötzlich wieder wie verrückt laufen und habe keine Beschwerden mehr!

 

Und dann einmal durch das „Brandenburger Tor“ laufen – da kommen schon die Tränen, das hat was – es ist nicht wirklich in Worte zu fassen.

Es macht mich stolz, als Hobbyläuferin jetzt ein „Marathoni“ zu sein. Ich kann nur jedem Hobbyläufer, dem eventuell die Zeit egal ist (Hauptsache ankommen) empfehlen, mal den  Berlin-Marathon mitzulaufen.

 

Am darauffolgenden Montag bin ich wieder zur Straße „Unter den Linden“ gefahren und über die blaue Linie durch das „Brandenburger Tor“ in Richtung Siegessäule gegangen, so konnte ich den letzten Laufkilometer noch mal in Ruhe genießen.

 

Herzlichen Dank

an die Gruppe vom Laufspass SW Sende für die tolle Betreuung. Ich habe mich bei euch sehr gut aufgehoben und wohl gefühlt.

 

Berlin-Marathon 28.09.2008

Rita Rückwardt

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 16. Oktober 2008 )
 
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