Was macht ein leidenschaftlicher Sportler, wenn ihn eine schwere Krankheit von heute auf morgen komplett aus der Bahn wirft? Stefan Wittwer hat genau das erlebt. Er war früher im Rad-Leistungssport aktiv, lief 250 Kilometer durch die Sahara und feierte etliche Lauferfolge für die befreundete ASG Schloss Holte. Doch dann kam die Erkrankung – und mit ihr ein tiefes Loch.
Auf der Jahreshauptversammlung des Laufspass SW Sende erzählte er nun vor rund 35 Zuhörern, wie er sich aus dieser Krise wieder herausgekämpft hat. Sein Vortrag trug den Titel „NICHT MORGEN“. Wittwer sprach offen darüber, wie radikal sich sein Leben verändert hat, aber vor allem darüber, warum Aufgeben für ihn keine Option war. Seine Erfahrung: Echte Stärke zeigt sich erst dann, wenn es richtig ungemütlich wird und man trotzdem den nächsten Schritt macht.
Wie nahbar diese Geschichte ist, wurde durch zwei besondere Gäste im Publikum deutlich: Werner und Corinna.
Die drei haben sich in der Klinik beziehungsweise Reha kennengelernt – in einer Zeit, in der es ihnen gesundheitlich sehr schlecht ging. Dort schöpften sie gemeinsam neuen Mut. Während Corinna den Hermannslauf später zwar nicht selbst mitgelaufen ist, fassten Stefan und Werner in der Klinik den festen Entschluss, genau dieses Ziel in Angriff zu nehmen. Sie schafften es und finishten den Lauf gemeinsam. Dass Werner und Corinna an diesem Abend als Zuhörer im Saal saßen, zeigte ganz real, wie wichtig Rückhalt und gegenseitige Motivation auf dem Weg zurück ins Leben sind.
Für die Mitglieder des Laufspass SW Sende war es ein interessanter und sehr persönlicher Einblick, der bewies, wie viel man auch nach schweren Rückschlägen gemeinsam erreichen kann. Mehr infos: www.stefan-wittwer.de
